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Die vielen Kleinen
Ein junger Krieger fragte den Goblin Slayer: „Warum nimmst du selbst die kleinsten Goblins so ernst? Sie sind doch schwach.“ Der Goblin Slayer antwortete ruhig: „Goblins sind niedere Kreaturen.“ Der Krieger lächelte. Doch dann fügte der Goblin Slayer hinzu: „Aber wenn sie zahlreich werden, töten sie selbst den Stärksten.“ Der Krieger schwieg. Nach einer Weile sagte der Goblin Slayer: „Unterschätze niemals die Kleinen.“ Kommentar: Großes Unheil entsteht selten aus einer einzig

Gongan - Koans
vor 3 Tagen1 Min. Lesezeit


Was du nicht siehst
In einer dunklen Nacht saß Jesus Christus mit dem Rabbi Nikodemus zusammen. Eine Weile schwiegen sie. Dann fragte Jesus: „Was hörst du?“ Der Rabbi antwortete: „Den Wind.“ Jesus sprach: „Sag mir, Rabbi – woher weißt du, dass der Wind existiert?“ Nikodemus sagte: „Ich höre ihn in den Bäumen. Ich fühle ihn auf meiner Haut.“ Jesus nickte. „Weißt du, woher er kommt?“ „Nein.“ „Weißt du, wohin er geht?“ Nikodemus senkte den Blick. „Nein.“ Da sprach Jesus: „Und doch zweifelst du nich
Daomonk- Michu
10. Apr.1 Min. Lesezeit


Der falsche Held
Ein Abenteurer prahlte: „Ich will ein Held sein, den alle bewundern.“ Der Goblin Slayer fragte: „Und wen willst du retten?“ Der Abenteurer schwieg. Nach einer Weile sagte der Goblin Slayer: „Wer Helden sucht, findet Ruhm. Wer Leid sieht, findet Aufgabe.“ Kommentar: Der Weg beginnt nicht im Wunsch, sondern im Mitgefühl.

Gongan - Koans
3. Apr.1 Min. Lesezeit


Die sauber Klinge
Die Erzbischöfin sah, wie der Goblin Slayer lange und sorgfältig seine Klinge reinigte. „Sie ist doch schon sauber“, sagte sie. Er antwortete: „Sauber genug ist nicht sauber.“ Sie fragte leise: „Was meinst du damit?“ Der Goblin Slayer nickte. „Wer bewusst reinigt, reinigt auch seine Seele.“ Kommentar: Disziplin im Kleinen formt Klarheit im Großen.

Gongan - Koans
27. März1 Min. Lesezeit


Der Helm
Ein junger Krieger fragte den Goblin Slayer: „Warum nimmst du den Helm nie ab? Vertraust du uns nicht?“ Der Goblin Slayer schwieg einen Moment und sagte dann: „Ich vertraue der Wachsamkeit.“ Der Krieger verstand nicht und sagte: „Aber wir sitzen doch am Feuer. Es ist sicher.“ Der Goblin Slayer blickte in die Dunkelheit des Waldes. „Gerade dann.“ Kommentar: Wahre Achtsamkeit endet nicht dort, wo Bequemlichkeit beginnt.

Gongan - Koans
20. März1 Min. Lesezeit


Schlafen, wenn man wach ist
Es war zu später Stunde im Wald, als fast alle schliefen. Doch die Erzbischöfin trat leise zum Feuer und begrüßte den Goblin Slaye mit den Worten: „Ich wünsche einen guten Abend. Durch euch an meiner Seite finde ich endlich wieder die nötige Ruhe und sicheren Schlaf.“ Er entgegnete schlicht: „Aber du stehst ja noch vor mir.“ Sie zögerte einen Moment und sagte leise: „Ihr seid nicht gerade auf den Mund gefallen.“ Darauf fügte der Goblin Slayer ruhig hinzu: „Leg dich hin. Die N

Gongan - Koans
13. März1 Min. Lesezeit


Bāhiya und der Erwachte (Buddha)
Ein Wanderasket in einem Gewand aus Rinde erreichte das einfache Lager des Erwachten auf dem Land. Man hatte ihm gesagt: „Der Buddha weilt dort, unter den Bäumen.“ Bāhiya trat vor ihn und sagte ohne Umschweife: „Lehre mich jetzt. Ich habe nicht viel Zeit.“ Der Buddha betrachtete ihn lange. Dann sprach er ruhig: „Im Gesehenen sei nur das Gesehene. Im Gehörten nur das Gehörte. Im Gefühlten nur das Gefühlte. Im Gedachten nur das Gedachte. Dann bist du nicht darin. Dann bist du n

Gongan - Koans
6. März1 Min. Lesezeit


Zeit zu sterben
Der Zen-Meister Ikkyū Sōjun (jap. 一休宗純, Ikkyū Sōjun) war schon als junger Schüler von scharfem Geist. Sein Lehrer besass eine kostbare Teeschale, eine seltene Antiquität. Eines Tages zerbrach Ikkyū diese Schale. Als er Schritte hörte, erschrak er und hielt die Scherben hinter seinem Rücken verborgen. Sein Lehrer trat in den Raum. Ikkyū fragte: „Meister, warum müssen die Menschen sterben?“ Der Lehrer antwortete ruhig: „Das ist natürlich. Alles muss sterben und lebt nur so lang

Gongan - Koans
27. Feb.1 Min. Lesezeit


Nichts existiert
Der Chan-Schüler Yamaoka Tesshū (jap. 山岡鉄舟, Yamaoka Tesshū) wanderte von Meister zu Meister, auf der Suche nach wahrer Einsicht. Schließlich trat er vor Dokuon (jap. 独園承珠, Dokuon Jōshu) im Tempel Shōkoku. Um seine Erkenntnis zu zeigen, sagte Tesshū: „Geist, Buddha und alle Wesen existieren letztlich nicht. Die wahre Natur aller Erscheinungen ist Leere. Es gibt keine Verwirklichung, keine Täuschung, keine Weisheit, keine Mittel. Es gibt kein Geben und nichts, was empfangen wir

Gongan - Koans
20. Feb.1 Min. Lesezeit


Siddhartha und die Schale des Mitgefühls
Siddhartha wanderte eines Tages durch ein Dorf am Rande des Waldes. Die Menschen hatten von ihm gehört und kamen, um ihm zu begegnen. Sie brachten Speisen dar – Reis, Früchte, Gemüse und Brot. Unter ihnen war auch ein Mann, der es gut meinte, doch die Gewohnheiten der Sangha nicht kannte. Er brachte Fleisch als Gabe mit. Eine Frau flüsterte ihm zu: „Die Gemeinschaft Siddharthas lebt ohne Fleisch.“ Der Mann erschrak und wollte es selbst verstehen. Zögernd trat er zu Siddhartha
Daomonk- Michu
13. Feb.1 Min. Lesezeit


Den Wind fangen
Es war einmal ein junger Mönch, dessen Seele so rastlos war wie die Wellen eines aufgewühlten Meeres. Er hatte viel über die „Erleuchtung“ gelesen und gehört, dass sie wie ein gewaltiger Wind sei, der alles Alte hinwegfegt und die Seele klärt. Er wollte diesen Zustand unbedingt besitzen. Eines Nachts, als ein gewaltiger Sturm über die Berge fegte, rannte er hinaus in die Dunkelheit. In seinen Händen hielt er eine filigrane Papierlaterne. Er glaubte, wenn er nur schnell genug
Daomonk- Michu
10. Feb.2 Min. Lesezeit


Ihr sollt Schlafen
Der Chan-Meister Gasan Jōseki (jap. 峨山韶碩, Gasan Jōseki) sass am Bett seines Lehrers Tekisui (jap. 鉄水, Tekisui). Drei Tage bevor Tekisui sterben würde. Gasan war bereits von ihm als sein Nachfolger bestimmt worden. Ein Tempel war vor Kurzem abgebrannt, und Gasan arbeitete unermüdlich am Wiederaufbau. Tekisui fragte ihn: „Was wirst du tun, wenn der Tempel wieder errichtet ist?“ Gasan antwortete: „Wenn du wieder gesund bist, sollst du dort unterrichten.“ Tekisui fragte weiter: „

Gongan - Koans
6. Feb.1 Min. Lesezeit


Die Natürlichkeit der Tiere
Ein Schüler fragte Meister Weizhen: „Meister, ist der Mensch dem Tier überlegen?“ Weizhen sah ihn ruhig an und fragte: „Was nennst du Überlegenheit? Andere mit Gewalt zu knechten?“ Der Schüler erschrak. „Nein, Meister. Das sicher nicht.“ Weizhen fuhr fort: „Ist es Überlegenheit,wenn der Mensch meint, die Welt nach seinem Bild formen zu dürfen?“ Der Schüler schwieg einen Moment. Dann sagte er leise: „Das wäre Blasphemie …“ Weizhen nickte. „Oft glaubt der Mensch, er wisse, was

Gongan - Koans
30. Jan.1 Min. Lesezeit


Das wahre Wunder Bankei
Das wahre Wunder Der Chan-Meister Bankei (jap. Bankei Yōtaku 盤珪永琢) lehrte im Ryūmon-Tempel. Eines Tages erschien ein Shinshū-Priester, der glaubte, Erlösung entstehe durch das endlose Wiederholen des Buddha-Namens. Er beneidete Bankei um seine große Zuhörerschaft und suchte den Streit. Während Bankei sprach, unterbrach der Priester ihn und begann laut zu prahlen. „Der Gründer unserer Schule“, sagte er, „besaß solche Kräfte, dass er mit einem Pinsel von einem Flussufer zum and

Gongan - Koans
23. Jan.1 Min. Lesezeit


Das Ego des Menschen
Ein Schüler trat zu Meister Weizhen und sagte: „Meister Weizhen, wir Menschen sind doch die höchste Form des Lebens.“ Weizhen lächelte leicht. „Ist das so?“ Der Schüler erwiderte: „Wir haben so viel erschaffen. Wir sind intelligent.“ Weizhen antwortete ruhig: „Gerade weil der Mensch das denkt, übersieht er, dass es unzählige Formen von Leben gibt, die er nicht versteht. Die Tiere leben in Spektren, die unser Seele nicht erfassen kann. Wer sich für überlegen hält, sieht oft we

Gongan - Koans
12. Jan.1 Min. Lesezeit


Die gepflegte Schale
Ein Mönch fragte den Meister:„Wenn es kein Selbst gibt,warum achtest du auf Haltung, Atem und Körper?“ Der Meister nahm eine schlichte Tonschale, spülte sie ausund stellte sie vor den Mönch. Die Schale war leer. Der Meister ging zum Brunnen, füllte sie mit Wasserund reichte sie dem Mönch. „Trink.“ Nachdem der Mönch getrunken hatte,stellte der Meister die Schale umgedreht auf den Tisch. Der Meister sagte: „Gerade weil sie leer ist, kann sie klar halten.“ Der Mönch fragte: „Und

Gongan - Koans
26. Dez. 20251 Min. Lesezeit


Der Mandala-Körper
Ein Schüler fragte den Meister Weizhen: „Warum pflegen wir den Körper, wenn doch alles vergänglich ist?“ „Er ist wie ein Mandala. Wir verbringen Stunden, Tage, zum Teil auch Wochen damit, ein fast perfektes Mandala zu erschaffen. Doch wenn wir fertig sind, geben wir es in den Fluss und lösen es so wieder auf“, sprach Weizhen. Der Schüler war verwirrt. „Warum all die Mühe, wenn man es zerstört?“ Der Meister antwortete: „Gerade weil es vergeht, pflegt man es, denn dies ist die

Gongan - Koans
15. Dez. 20251 Min. Lesezeit


Der Räuber Zhí — 盜跖 (Dào Zhí)
Dào Zhí 盜跖 war ein berüchtigter Räuber, der mit tausend Gefolgsleuten raubte, plünderte und mordete. Als Kǒngzǐ 孔子 hörte, dass sich einer seiner Schüler dem Räuber Zhí angeschlossen hatte, beschloss er, ihn zu bekehren. Er machte sich mit seinen Schülern auf den Weg und sprach zu ihm über Tugend, Gerechtigkeit und Sittlichkeit. Doch Dào Zhí lachte laut auf und sagte: „Kǒngzǐ, du sprichst von Tugend und Gerechtigkeit, doch die Welt ist voller Heuchelei. Herrscher töten mit Wor

Gongan - Koans
5. Dez. 20251 Min. Lesezeit


Die Freude der Fische — 魚之樂 (Yú zhī Lè)
Zhuāngzǐ (莊子) und Huìzǐ (惠子) wandelten eines Tages über die Brücke am Hào-Fluss (濠水 Hào shuǐ). Zhuāngzǐ blieb stehen und blickte in das klare Wasser. „Sieh, wie fröhlich die Fische aus dem Wasser springen – das ist die Freude der Fische“, sagte er. Huìzǐ runzelte die Stirn. „Du bist kein Fisch, Zhuāngzǐ. Wie kannst du wissen, was die Freude der Fische ist?“ Zhuāngzǐ lächelte. „Und du bist nicht ich, Huìzǐ. Wie kannst du wissen, dass ich es nicht weiß?“ Huìzǐ schwieg kurz und

Gongan - Koans
28. Nov. 20251 Min. Lesezeit


Der Weg des Schildkrötenmeisters
Sie arbeiteten als Milchlieferanten, liefen mit Milchflaschen zu Fuß durchs Dorf, sprangen über Zäune und Steine, während Meister Roshi vor ihnen herging und sang:„Hoppla di e, hoppla da!“ Goku lachte und sang manchmal mit. Zwischendurch halfen sie auf Baustellen, schleppten Zementsäcke und machten unzählige Liegestütze. Nach dem Mittagessen gab es stets eine kurze Pause – dann ging das Training weiter. Kuririn stöhnte: „Meister Roshi lässt uns schuften wie Ochsen! Wann lerne

Gongan - Koans
21. Nov. 20251 Min. Lesezeit
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