top of page
Suche


Der Hund und die Buddha-Natur
Ein Mönch fragte Zhàozhōu Cóngshěn 趙州從諗: „Hat auch ein Hund die Buddha-Natur?“ Zhàozhōu antwortete: „Wú 無.“ Der Mönch war verwirrt. Nach allem, was er gelernt hatte, hätte die Antwort doch „Ja“ lauten müssen. Doch der Meister sagte nichts weiter. Der Mönch dachte lange über dieses eine Wort nach. Erst als er aufhörte, nach einer Antwort zu suchen und das Denken in „Ja“ und „Nein“ losliess, begann sich seine Sicht zu verändern. Kommentar: Nach den Lehren des Mahāyāna-Buddhismu

Gongan - Koans
vor 4 Tagen1 Min. Lesezeit


Wasser oder Stein
Ein Schüler fragte den Meister: „Wer wird erfolgreicher sein – der Begabte oder der Fleißige?“ Der Meister hob einen Stein auf und fragte: „Was ist härter – Wasser oder Stein?“ „Der Stein, natürlich“, antwortete der Schüler. Der Meister zeigte auf eine Schlucht. „Und wer hat diese geschaffen?“ Der Schüler schwieg. Da sprach der Meister: „Der Stein vertraute auf seine Härte. Das Wasser auf seine Beständigkeit.“

Gongan - Koans
7. Aug.1 Min. Lesezeit


Unterschiedliche Wiedergeburt
Eines Tages besuchte ein Brahmane den Erhabenen. Nachdem sie sich respektvoll begrüßt hatten, setzte er sich neben ihn und stellte eine Frage: „Meister Gotama, warum geraten manche Menschen nach ihrem Tod in leidvolle Bereiche, während andere in glückliche Welten gelangen?“ Der Gotama antwortete: „Es sind die eigenen Taten, die den Weg bestimmen. Wer von Gier, Hass und Täuschung geleitet wird, erschafft Leid und bewegt sich in dunklere Bereiche des Daseins. Wer dagegen Tugend

Gongan - Koans
31. Juli1 Min. Lesezeit


Der Kranich und die Schlange
Zhāng Sānfēng (張三丰, lebte zurückgezogen in den Wudang-Bergen und widmete sich Tag für Tag der Kultivierung. Eines Morgens sass er still vor seiner Hütte, als plötzlich lautes Flügelschlagen seine Aufmerksamkeit erregte. Ein Kranich griff eine Schlange an. Mit seinem scharfen Schnabel und den kräftigen Flügeln attackierte der Kranich sie immer wieder. Doch die Schlange kämpfte nicht mit Gewalt zurück. Sie wich jedem Angriff geschmeidig aus, wand sich sanft zur Seite und folgte

Gongan - Koans
24. Juli1 Min. Lesezeit


Wo ist mein Kopf ?
Ein Mönch fragte 臨濟義玄 (Línjì Yìxuán): „Was war der Sinn dessen, dass Bodhidharma aus dem Westen gekommen ist?“ Linji erwiderte: „Hätte es einen Sinn gehabt, hätte er nicht einmal sich selbst retten können.“ Der Mönch fragte weiter: „Wenn es keinen Sinn gab, warum hat dann der Zweite Patriarch den Dharma empfangen?“ Linji entgegnete: „Empfangen ist Nicht-Empfangen.“ Der Mönch fragte: „Wenn es ein Nicht-Empfangen ist, was ist dann dieses Nicht-Empfangen?“ Linji sagte: „Weil die

Gongan - Koans
17. Juli1 Min. Lesezeit


Ein Geist, sechs Tore
Linji sagte zu seinen Mönchen: „Ihr Suchenden, der Geist ist ohne Form und durchdringt alle Richtungen. Im Auge wird es Sehen genannt. Im Ohr wird es Hören genannt. In der Nase wird es Riechen genannt. Im Mund wird es Sprechen genannt. In der Hand wird es Greifen genannt und in den Füßen wird es Gehen genannt. Ursprünglich ist der Geist ein einziges reines Leuchten. Erst durch seine verschiedenen Wirkungen erscheint er als die sechs Tore. Der eine Geist ist bereits frei. Desh

Gongan - Koans
10. Juli1 Min. Lesezeit


Son Gokus Meister
Krillin fragte Son Goku: „Wer war dein größter Meister? Meister Roshi? Kaio? Whis?“ Son Goku dachte einen Moment nach. „Keiner von ihnen.“ „Wer dann?“, fragte Krillin. Son Goku lächelte. „Alle zusammen – und der Nächste.“ Krillin verstand nicht. „Was meinst du damit?“ Son Goku antwortete: „Jeder Meister hat mich etwas gelehrt, das ich noch nicht wusste. Jeder von ihnen war auf seine Weise einzigartig und wichtig für meinen Weg. Und der Nächste wird mir zeigen, was ich noch le

Gongan - Koans
3. Juli1 Min. Lesezeit


Der Ruf der Trommel
Während der Arbeitszeit hackte ein Mönch auf dem Feld den Boden um. Als die Trommel zum Mittagsmahl erklang, warf er seine Hacke auf die Erde und lief laut lachend zum Kloster zurück. Als 百丈懷海 (Bǎizhàng Huáihǎi) dies sah, sagte er: „Hervorragend! Hervorragend! Da ist einer auf dem Weg des Erwachens.“ Später ließ Baizhang den Mönch zu sich kommen und fragte: „Welche tiefe Erkenntnis hast du erlangt, dass du so lachen musstest?“ Der Mönch antwortete: „Ich hatte Hunger. Als ich

Gongan - Koans
26. Juni1 Min. Lesezeit


Die zwei Klöster
Ein junger Mönch wanderte durch die Berge und suchte einen Ort für seine Praxis und Einkehr. Am Abend erreichte er ein Kloster. Die Mönche saßen beisammen, aßen reichlich und verbrachten die Zeit mit Gesprächen. Niemand meditierte, niemand studierte, niemand übte. „Warum übt ihr nicht?“, fragte der junge Mönch. Ein wohlgenährter Abt lächelte und antwortete: „Erkenne die Leichtigkeit. Morgen ist auch noch ein Tag.“ Der junge Mönch blieb über Nacht. Am nächsten Morgen stand er

Gongan - Koans
23. Juni1 Min. Lesezeit


Vegetas Schatten
Vegeta fragte Son Goku: „Warum bist du immer vor mir? Ich trainiere härter, kämpfe härter und will stärker sein als jeder andere.“ Son Goku lächelte. „Vielleicht läufst du in die falsche Richtung.“ Vegeta wurde wütend. „Was soll das heißen?“ Son Goku zeigte auf Vegetas Schatten. „Solange du versuchst, deinen Schatten einzuholen, wird er immer vor dir bleiben.“ Vegeta schwieg. Zum ersten Mal betrachtete er nicht seinen Rivalen, sondern sich selbst.

Gongan - Koans
19. Juni1 Min. Lesezeit


Der Schrank voller Taschen
Die Schülerin fragte Weizhen: „Was ist schlimmer – arm zu sein oder reich zu sein?“ Weizhen antwortete: „Weder das eine noch das andere. Beide bringen ihre eigenen Herausforderungen und Konfrontationen mit sich.“ Darauf entgegnete die Schülerin: „Mit einer Million kann ich gar nicht traurig sein. Wenn es mir schlecht geht, kaufe ich einfach eine Tasche.“ Weizhen antwortete: „Eines Tages wirst du merken, dass dein Schrank voller Taschen ist.“ Die Schülerin lachte: „Ich bin rei

Gongan - Koans
12. Juni1 Min. Lesezeit


Der unruhige Blick
Ein Schüler fragte: „Wohin soll ich im Kampf blicken? Auf die Hände? Auf die Füße? Auf die Augen des Gegners?“ Musashi sagte: „Wenn du suchst, bist du bereits zu spät.“ Der Schüler verstand nicht. Musashi erklärte: „Sieh alles – und fixiere nichts.“ Kommentar: Wer an einem Punkt haftet, verliert das Ganze.

Gongan - Koans
5. Juni1 Min. Lesezeit


Die Geschichte von den zwei Spiegeln
Es war ein heißer Nachmittag im Jetavana-Hain. Die Luft stand still, und das einzige Geräusch war das monotone Zirpen der Zikaden. Doch die Stille im Kloster wurde gebrochen. Zwei Mönche standen sich im Innenhof gegenüber. Ihre Gesichter waren rot vor Zorn. „Du hast die Regeln missachtet! Ich habe es genau gesehen!“, rief der eine Mönch, dessen Name Kassapa war. Er war der Ankläger. „Das stimmt nicht! Du verstehst die Situation überhaupt nicht und beschuldigst mich zu Unre

Gongan - Koans
28. Mai3 Min. Lesezeit


Die Leere Nacht
Die Priesterin sagte leise: „Heute Nacht fühle ich mich leer.“ Der Goblin Slayer antwortete: „Gut.“ Sie schaute verwundert. „Gut?“ Er blickte in die dunkle Nacht hinaus. Kein Goblin war zu hören. Kein Wind. Keine Stimmen. Nichts — nur die Stille selbst. Dann sagte er ruhig: „Die meisten Menschen fürchten die Leere der Nacht.“ Die Priesterin sah ihn fragend an. „Weil dort nichts ist?“ Er schüttelte langsam den Kopf. „Weil dort nichts mehr ist, das sie von sich selbst ablenkt.“

Gongan - Koans
22. Mai1 Min. Lesezeit


Die Stimme der Gemeinschaft
Simon, ein Schüler von Jesus, beklagte sich, dass manche Mitglieder der Gruppe sich mit scheinbar unwichtigen Aufgaben aufhielten und dadurch alle ausbremsten. Jesus antwortete: „Jeden in dieser Gruppe habe ich bewusst ausgewählt. Jeder hat seine Bestimmung und seinen Zweck.“ Doch Simon erwiderte: „Ja, das weiß ich. Aber einige halten uns dennoch davon ab, schneller voranzukommen.“ Jesus entgegnete: „Wenn du denkst, dass die Dinge, die andere tun, weniger wert sind, dann soll

Gongan - Koans
15. Mai1 Min. Lesezeit


Der Bambus im Sturm
Ein Krieger klagte: „Ich trainiere hart, doch im Kampf zittert mein Herz.“ Musashi führte ihn zu einem Bambuswald. Der Sturm bog die Halme bis zum Boden. „Siehst du?“, fragte Musashi. „Ja“, sagte der Krieger. „Sie sind schwach.“ Musashi schüttelte den Kopf. „Sie überleben. Die Eiche bricht.“ Kommentar: Wahre Stärke liegt nicht im Widerstand, sondern im rechten Nachgeben.

Gongan - Koans
8. Mai1 Min. Lesezeit


Jeder fängt irgendwo an
Ein Anhänger kam zu Jesus Christus und sagte: „Ich möchte anfangen zu beten… aber ich schäme mich. Ich weiß nicht einmal, wie es richtig geht.“ Jesus lächelte leicht und antwortete: „Dann bete falsch.“ Der Anhänger runzelte die Stirn. „Wie meinst du… falsch?“ „Ja“, sagte Jesus ruhig. „Bete unbeholfen. Bete leise. Bete unsicher. Aber bete.“ Dann fuhr er fort: „Du glaubst, alle anderen wussten von Anfang an, was sie tun? Jeder Mensch, den du bewunderst, hat einmal genau so ange

Gongan - Koans
24. Apr.1 Min. Lesezeit


Die vielen Kleinen
Ein junger Krieger fragte den Goblin Slayer: „Warum nimmst du selbst die kleinsten Goblins so ernst? Sie sind doch schwach.“ Der Goblin Slayer antwortete ruhig: „Goblins sind niedere Kreaturen.“ Der Krieger lächelte. Doch dann fügte der Goblin Slayer hinzu: „Aber wenn sie zahlreich werden, töten sie selbst den Stärksten.“ Der Krieger schwieg. Nach einer Weile sagte der Goblin Slayer: „Unterschätze niemals die Kleinen.“ Kommentar: Großes Unheil entsteht selten aus einer einzig

Gongan - Koans
17. Apr.1 Min. Lesezeit


Was du nicht siehst
In einer dunklen Nacht saß Jesus Christus mit dem Rabbi Nikodemus zusammen. Eine Weile schwiegen sie. Dann fragte Jesus: „Was hörst du?“ Der Rabbi antwortete: „Den Wind.“ Jesus sprach: „Sag mir, Rabbi – woher weißt du, dass der Wind existiert?“ Nikodemus sagte: „Ich höre ihn in den Bäumen. Ich fühle ihn auf meiner Haut.“ Jesus nickte. „Weißt du, woher er kommt?“ „Nein.“ „Weißt du, wohin er geht?“ Nikodemus senkte den Blick. „Nein.“ Da sprach Jesus: „Und doch zweifelst du nich

Gongan - Koans
10. Apr.1 Min. Lesezeit


Der falsche Held
Ein Abenteurer prahlte: „Ich will ein Held sein, den alle bewundern.“ Der Goblin Slayer fragte: „Und wen willst du retten?“ Der Abenteurer schwieg. Nach einer Weile sagte der Goblin Slayer: „Wer Helden sucht, findet Ruhm. Wer Leid sieht, findet Aufgabe.“ Kommentar: Der Weg beginnt nicht im Wunsch, sondern im Mitgefühl.

Gongan - Koans
3. Apr.1 Min. Lesezeit
bottom of page
