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Nichts existiert

Der Chan-Schüler Yamaoka Tesshū

(jap. 山岡鉄舟, Yamaoka Tesshū)

wanderte von Meister zu Meister,

auf der Suche nach wahrer Einsicht.

Schließlich trat er vor Dokuon

(jap. 独園承珠, Dokuon Jōshu)

im Tempel Shōkoku.


Um seine Erkenntnis zu zeigen, sagte Tesshū:

„Geist, Buddha und alle Wesen

existieren letztlich nicht.

Die wahre Natur aller Erscheinungen ist Leere.

Es gibt keine Verwirklichung,

keine Täuschung,

keine Weisheit,

keine Mittel.

Es gibt kein Geben

und nichts, was empfangen wird.“


Dokuon saß still da

und rauchte seine Bambuspfeife.


Er sagte nichts.


Plötzlich schlug er mit der Pfeife

kräftig auf Tesshūs Kopf.


Tesshū fuhr auf –

voll Zorn.

Dokuon sah ihn ruhig an und fragte:

„Wenn nichts existiert …

woher kommt dann dieser Zorn?“


Tesshū spürte,

wie der Zorn so schnell verging,

wie er gekommen war.


Stille.


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