Der Mandala-Körper
- Gongan - Koans

- 15. Dez. 2025
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Ein Schüler fragte den Meister Weizhen: „Warum pflegen wir den Körper, wenn doch alles vergänglich ist?“
„Er ist wie ein Mandala. Wir verbringen Stunden, Tage, zum Teil auch Wochen damit, ein fast perfektes Mandala zu erschaffen. Doch wenn wir fertig sind, geben wir es in den Fluss und lösen es so wieder auf“, sprach Weizhen.
Der Schüler war verwirrt. „Warum all die Mühe, wenn man es zerstört?“
Der Meister antwortete: „Gerade weil es vergeht, pflegt man es, denn dies ist die Praxis des Lebens.“
Und er fuhr fort: „Dieser Körper ist mein Mandala. Ich ehre und kultiviere ihn, nicht um zu haften, sondern um ihn würdig zu verlassen.Ich achte die Form, und lasse sie gehen.“
Der Schüler verneigte sich.
Kommentar:
So wird die Achtung der Dualität
und damit auch der Nondualität sichtbar.
Pflege, was da ist, mit Demut.





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