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Das tägliche Leben ist der Pfad

Joshu fragte Nansen:

„Was ist der wahre Weg?“


Nansen antwortete:

„Das tägliche Leben ist der wahre Weg.“


Joshu fragte:

„Kann man den wahren Weg studieren?“


Nansen schüttelte den Kopf.

„Sobald du versuchst, ihn zu studieren, entfernst du dich von ihm.“


Joshu fragte weiter:

„Wenn ich ihn nicht studiere, wie kann ich dann wissen, dass es der richtige Weg ist?“


Nansen sagte:

„Der wahre Weg gehört weder zur Erkenntnis noch zur Nicht-Erkenntnis. Sobald du versuchst, ihn in Begriffe zu fassen oder festzuhalten, entfernst du dich von ihm. Lass ihn so frei sein wie der Himmel. Nenne ihn weder gut noch schlecht. Dann gehst du den wahren Weg.“


Bei diesen Worten erkannte Joshu die Wahrheit.


Dreißig Jahre später sprach Joshu zu seinen Mönchen:

„Im Frühling blühen die Blumen.

Im Sommer weht eine erfrischende Brise.

Im Herbst leuchtet der Vollmond.

Im Winter fällt der Schnee.

Wenn dein Geist nicht an nutzlosen Dingen festhält, ist jede Jahreszeit eine gute Jahreszeit.“


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