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Angulimala - rennen um zu Morden

Angulimala war ein gefürchteter Räuber und Mörder, der im Wald lebte. Er war darauf aus, seinen Opfern die Ohren abzuschneiden und als Trophäen zu sammeln. Mit der Zeit machte er daraus eine Halskette, die er um den Hals trug. Niemand traute sich mehr in den Wald, aus Angst, sein Leben zu verlieren oder verstümmelt zurückzukehren.

Als Buddha durch das nahegelegene Dorf kam, hörte er von Angulimala und entschied sich, ihm zu helfen. Die Leute rieten ihm ab und bangten um sein Leben. Buddha sprach: "Um die Verwirrten zu entwirren, muss man ihnen die Möglichkeit geben, die Verwirrung selbst zu sehen, um sie zu entwirren." und lief in den Wald.

Als Buddha alleine im Wald ankam, spürte er die Anwesenheit von Angulimala hinter sich und blieb ruhig stehen. Angulimala zog sein Schwert und rannte auf Buddha zu, um ihn zu töten, doch er konnte ihn nicht einholen, egal wie schnell er lief. Völlig erschöpft und verwirrt rief er zu Buddha: "Warum kannst du nicht anhalten und rennst ununterbrochen davon?" Buddha antwortete: "Ich bin schon lange zum Stillstand gekommen, doch du selbst rennst immer noch von deiner Vergangenheit getrieben und dem Schrecken, den du verursacht hast, davon. Ich bin frei und habe mich von den Begierden befreit und das Ego gereinigt."

Buddhas Worte drangen in Angulimala ein. Er erkannte, was er angerichtet hatte, und verspürte tiefste Reue für seine Taten. Angulimala kniete nieder und sprach: "Oh geehrter Buddha, bitte, bitte nimm mich als deinen Schüler an!" Buddha antwortete: "Lass alles hinter dir und folge mir auf dem Weg des Friedens."


Kommentar:

Diese Geschichte lehrt uns, dass es nie zu spät ist, den rechtschaffenen Weg einzuschlagen, und dass Menschen sich ändern können, jedoch muss die Veränderung selbst von ihnen kommen.


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