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Die Geschichte der Affen und der Bananen

In einem abgelegenen Tempel in den Bergen lebte ein weiser Zen-Meister mit seinen Schülern. Eines Tages gab der Meister seinen Schülern den Auftrag, einen Bund frischer Bananen zu holen. Die Schüler kehrten am Nachmittag mit den Bananen zurück. Der Meister sagte: "Danke euch. Jetzt lasst uns die Bananen für unser Abendessen verwenden."


Die Schüler waren jedoch überrascht, als der Meister die Bananen nahm, sie unter einen Baum legte und befahl: "Setzt euch und beobachtet."

Verwirrt beobachteten die Schüler, wie die Affen aus dem Wald kamen, die Bananen nahmen, davontrugen und sie aßen.

Der Meister sagte: "Das sind eure Gedanken. Jeden Tag sammelt ihr Gedanken und bringt sie in den Tempel. Aber habt ihr jemals darüber nachgedacht, wer die eigentlichen Profiteure sind?"

Die Schüler fingen an, darüber nachzudenken. Der Meister fuhr fort: "Genau das ist es. Oft sammeln wir Gedanken und Sorgen, tragen sie mit uns herum und geben ihnen eine übermäßige Bedeutung. Oft sind unsere belastenden Gedanken wie wilde Affen, die in unseren Köpfen herumschwirren. Doch gibt man ihnen Bananen, werden sie ruhig, nehmen die Bananen und gehen wieder. So lasst uns jetzt gemeinsam meditieren und zusehen, wie die Affen unsere Gedanken wegtragen, und wir werden ruhig und gelassen."


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