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Den Wind fangen
Es war einmal ein junger Mönch, dessen Seele so rastlos war wie die Wellen eines aufgewühlten Meeres. Er hatte viel über die „Erleuchtung“ gelesen und gehört, dass sie wie ein gewaltiger Wind sei, der alles Alte hinwegfegt und die Seele klärt. Er wollte diesen Zustand unbedingt besitzen. Eines Nachts, als ein gewaltiger Sturm über die Berge fegte, rannte er hinaus in die Dunkelheit. In seinen Händen hielt er eine filigrane Papierlaterne. Er glaubte, wenn er nur schnell genug
Daomonk- Michu
10. Feb.2 Min. Lesezeit


Ihr sollt Schlafen
Der Chan-Meister Gasan Jōseki (jap. 峨山韶碩, Gasan Jōseki) sass am Bett seines Lehrers Tekisui (jap. 鉄水, Tekisui). Drei Tage bevor Tekisui sterben würde. Gasan war bereits von ihm als sein Nachfolger bestimmt worden. Ein Tempel war vor Kurzem abgebrannt, und Gasan arbeitete unermüdlich am Wiederaufbau. Tekisui fragte ihn: „Was wirst du tun, wenn der Tempel wieder errichtet ist?“ Gasan antwortete: „Wenn du wieder gesund bist, sollst du dort unterrichten.“ Tekisui fragte weiter: „

Gongan - Koans
6. Feb.1 Min. Lesezeit


Die Natürlichkeit der Tiere
Ein Schüler fragte Meister Weizhen: „Meister, ist der Mensch dem Tier überlegen?“ Weizhen sah ihn ruhig an und fragte: „Was nennst du Überlegenheit? Andere mit Gewalt zu knechten?“ Der Schüler erschrak. „Nein, Meister. Das sicher nicht.“ Weizhen fuhr fort: „Ist es Überlegenheit,wenn der Mensch meint, die Welt nach seinem Bild formen zu dürfen?“ Der Schüler schwieg einen Moment. Dann sagte er leise: „Das wäre Blasphemie …“ Weizhen nickte. „Oft glaubt der Mensch, er wisse, was

Gongan - Koans
30. Jan.1 Min. Lesezeit
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