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Der Weg der Entscheidung über Hingabe und des Loslassens

An einem normalen Trainingstag bemerkte Meister Weizhen, dass ein Schüler in letzter Zeit immer wieder Bewegungen vergisst. Daraufhin ging Weizhen zu dem Schüler Lougan und sprach: „Lougan, dir wird es momentan zu viel, bei mir und bei meinem Shaolin-Meisterkollegen zu trainieren, und da du auch durch Arbeiten zu wenig Zeit hast. Ich empfehle dir, dich auf einen von uns zu konzentrieren, statt auf beide, denn dies ist besser für dein Vorankommen.“

Lougan antwortete: „Aber Rougan macht ja das Gleiche.“

„Ja, doch Rougan hat mehr Zeit als du und vergisst nicht; er erinnert sich an alle Bewegungen. Es ist nur eine Empfehlung, mein Schüler, und hauptsächlich sollst du dich nicht überfordern. Meditiere darüber und schau, was dir mehr entspricht“, erwiderte der Meister.

Lougan nickte und praktizierte weiter.


Die Schüler Delin hörte dies mit und sprach nach dem Training zum Meister: „Meister, Sie können das doch nicht so tun; letztes Mal haben wir so einen neuen Schüler verloren. Wir sind ja nicht so viele Schüler, und Sie brauchen ja mehr.“

Meister Weizhen sprach: „Danke dir, Delin, für deine Bedenken. Doch als Meister bin ich hier, um Leute zu unterstützen und zu fördern auf ihrem Weg. Ist das für die Leute bei mir, freut es mich; doch kann ich sie irgendwo weiterempfehlen, wo es für sie besser passt, bin ich auch glücklich. Ob ich genügend Schüler habe oder nicht, spielt keine Rolle. Ich bin dort, wo ich sein kann, und gebe weiter, was ich weiss.“

Delin fragte nach: „Doch Meister, Sie haben doch so viel zu geben. Es plagt mein Herz, wenn ich sehe, dass Sie nicht viele Schüler haben.“

„Ach, Delin, leere dein Herz und belaste es nicht mit unnötigen Dingen. Es werden sich die Sachen fügen, wie sie sollen.“, antwortete Weizhen.

Delin ging danach auch nach Hause.


Am nächsten Trainingstag waren Delin und Lougan früher da zum Tee. Lougan sagte zum Meister Weizhen: „Ich komme jetzt nur noch hier und dafür einmal mehr pro Woche.“ Der Meister lächelte, und Delin war auch glücklich.

Weizhen sagte nur noch: „Alles ist im Wandel.“



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